Wahlprüfsteine

Im Hinblick auf die Wahl, hatten wir am 14.12.2010 allen Parteien die folgenden Wahlprüfsteine vprgelegt und um eine Stellungnahme gebeten, die bei der Wahlentscheidung unterstützen sollten und jetzt im Nachgang als Kontrolle dienen kann. Daher sind sie hier die Wahlprüfsteine sowie die zusammengefassten Antworten pro Wahlprüfstein aufgelistet.

Hamburg, 14.12.2010

 

Fragen von PROSchulreform Hamburg e. V. an die Parteien zur Bürgerschaftswahl 2011


  Offener Brief und Pressemitteilung –     

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

hiermit bitten wir Sie im Vorfeld der Bürgerschaftswahl 2011 um Beantwortung der nachfolgenden Fragen bis zum 10. Januar 2011:

 

  1. Was werden Sie gegen die ungleiche finanzielle Ausstattung der Schulen tun, die insbesondere durch die Schulvereine entsteht und die dazu führt, dass Schulen in benachteiligten Stadtteilen selbst einfachste Möglichkeiten wie Museumsbesuche etc. nicht wahrnehmen können?
  2. Werden Sie die Klassenfrequenzen auch in den weiterführenden Schulen nach den KESS-Gebieten differenzieren, um Benachteiligungen auszugleichen?
  3. Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um die Stadtteilschule zu einer wirklich gleichwertigen weiterführenden Schule zu machen, die auch leistungsstarke Kinder anzieht?
  4. Werden Sie das Konzept der ganztägigen Bildung und Betreuung an Schulen (GaBi) inkl. Ferien- und Randzeitenbetreuungen bis 18:00 weiterverfolgen und für welche Verbesserungen der Rahmenbedingungen setzen Sie sich ein?
  5. Werden Sie die Vorschulen erhalten und die Frühförderung ausbauen?
  6. Setzen Sie sich für die Inklusion von behinderten Kindern an den allgemeinbildenden Schulen ein, wie es die UN-Menschenrechtskonvention fordert? Setzen Sie sich auch für die entsprechende personelle und finanzielle Ausstattung der Schulen sowie die Fortbildung der Lehrkräfte ein, damit die Inklusion gelingen kann?
  7. Werden Sie die Zusammenarbeit der Stadtteilschulen mit den berufsbildenden Schulen und der Wirtschaft weiter ausbauen?
  8. Planen Sie, die stadtteilbezogene Zusammenarbeit durch die regionalen Bildungskonferenzen zu steigern?
  9. Stehen Sie zu den Zusagen aus dem sog. Schulfrieden mit Senkung der Klassenfrequenzen, Abschaffung des Büchergeldes etc.?
  10. Sind Sie für die Individualisierung des Unterrichts und die Ausweitung auf alle Schulformen?
  11. Werden Sie die neu entwickelten Bildungspläne umsetzen?
  12. Sorgen Sie dafür, dass die Lernentwicklungsgespräche als ein zentrales Element der Schülerorientierung fortgeführt werden?
  13. Treten Sie ein für längeres gemeinsames Lernen, wie es in der Schulreform von allen Parteien, Verbänden, Pädagogen und Wissenschaftlern gefordert wurde?

Mit freundlichen Grüßen,

 

Dr. Stefanie v. Berg

(1.    (Vorsitzende und Pressesprecherin)

 

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V."

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Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

Email: stefanie.von.berg@proschulreform-hamburg.de

Zusammengefasste Antworten der Parteien auf die 13 Wahlprüfstein zum Thema Bildung:

Pressemitteilung 

 

Hamburg, 16.02.2011 

 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 13

 

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse haben wir ausgewertet und als Pressemitteilungen veröffentlicht. Heute erhalten Sie die letzte. Wir werden auch nach der Bürgerschaftswahl die Parteien weiter an den Aussagen messen, die sie im Wahlkampf gemacht haben.

 

 

  • PROSchulreform fordert, für längeres gemeinsames Lernen einzutreten, wie es in der Schulreform von allen in der Bürgerschaft vertretenen Parteien, Verbänden, Pädagogen und Wissenschaftlern gefordert wurde.“

 

 

Die CDU hat sich vom Ziel des längeren gemeinsamen Lernens komplett verabschiedet und möchte das Schulsystem unverändert lassen. Damit steht sie auf einer Linie mit den Freien Wählern, die ebenfalls gegen jede Veränderung sind. Dagegen tritt die SPD „grundsätzlich“ für längeres gemeinsames Lernen ein, will dies jedoch nur auf die Stadtteilschule und die Inklusion von Schülern mit Behinderung beziehen. Eine Veränderung des Systems lehnt sie ab. Nachdem die SPD mindestens indirekt zur Ablehnung der Primarschule beigetragen hat, versteckt sie sich jetzt hinter dem so genannten Schulfrieden, der jedoch nur für den Fall der Einführung der Primarschule vereinbart war. Es wird noch interessant werden, wie lange die SPD diese zwiespältige Position wird durchhalten können. Die Linken und die GAL bekennen sich dagegen klar zum längeren gemeinsamen Lernen. Während die Linken bereits den Schulfrieden nicht mitgetragen haben, weil sie eine weitere Veränderung des Schulsystems für notwendig halten, will die GAL eine Modernisierung des Schulsystems eher von den einzelnen Schulen aus betreiben und hält eine Einführung „von oben“ nicht mehr für sinnvoll.

 

 

Stefanie von Berg, Vorsitzende von PROSchulreform: „Längeres gemeinsames Lernen bleibt eine zentrale Forderung von PROSchulreform. Die weiter bestehenden Ungerechtigkeiten im Bildungssystem sind weder den Kindern gegenüber zu verantworten noch sind sie volkswirtschaftlich sinnvoll. Immer noch gehen zu viele Talente verloren. Alle Parteien sollten sich dafür einsetzen, diesen Zustand endlich durchgreifend zu verbessern. Dass es einer Gruppe von gut organisierten Reaktionären gelungen ist, ihre Bildungsprivilegien zu verteidigen, ist ein herber Rückschlag für ganz Hamburg und weit darüber hinaus. Es bleibt die politische Aufgabe, die Vorteile eines gemeinsamen Bildungssystems so transparent zu machen, dass die Mehrheiten dafür auch mobilisiert werden können. Die genehmigten Schulversuche werden zeigen, welche Veränderungen wirklich tragfähig und übertragbar sind.“

 


 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V." 

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Pressemitteilung 

 

Hamburg, 14.02.2011 

 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 12

 

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse haben wir ausgewertet und werden sie als Pressemitteilungen veröffentlichen. Weitere werden im Abstand von ca. 2 Tagen folgen. Freuen Sie sich auf kontinuierliche Informationen zur Hamburger Bildungspolitik aus Sicht von PROSchulreform und den Parteien!

 

 

  • PROSchulreform fordert, die Zusagen aus dem sogenannten Schulfrieden mit der Senkung der Klassenfrequenzen und der Abschaffung des Büchergeldes einzuhalten.“

 

 

SPD und Die Linken schreiben sich die Durchsetzung der kleineren Klassen und der Abschaffung des Büchergeldes zu, aber auch GAL und die CDU wollen diese Errungenschaften beibehalten. Die CDU und die Freien Wähler wollen jedoch auch an der gegenwärtigen Schulstruktur festhalten und lehnen eine Veränderung ab. Dagegen halten Die Linken das Schulsystem weiterhin für eine wichtige Quelle der Ungerechtigkeit und betonen dass es „Schulfrieden nur auf der Grundlage von Bildungsgerechtigkeit“ geben kann. Die Linken lehnen dabei insbesondere die Selektion nach Klasse 4 weiter ab, die zu 40% falschen Gymnasialempfehlungen führe und weisen darauf hin, dass Kinder von Führungskräften bei gleicher Leseleistung eine drei mal größere Chance haben, eine Gymnasialempfehlung zu bekommen als Arbeiterkinder.

 

 

Stefanie von Berg, Vorsitzende von PROSchulreform: „Aus Sicht von PROSchulreform sind die sozialen Aspekte aus dem so genannten Schulfrieden ein Fortschritt, der jedoch zum Teil nur einen früher selbstverständlichen Zustand wieder herstellt. Diese müssen erhalten bleiben. Der Schulfrieden war jedoch an die Einführung der Primarschule gekoppelt. Mit der Ablehnung ist auch die Basis dafür entfallen, so dass die Schulstruktur in den kommenden Jahren weiter diskutiert werden muss. Einen zehnjährigen Stillstand kann sich unser Schulsystem einfach nicht leisten.“

 

 

 

 

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Pressemitteilung 

 

Hamburg, 11.02.2011 

 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 11

 

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse haben wir ausgewertet und werden sie als Pressemitteilungen veröffentlichen. Weitere werden im Abstand von ca. 2 Tagen folgen. Freuen Sie sich auf kontinuierliche Informationen zur Hamburger Bildungspolitik aus Sicht von PROSchulreform und den Parteien!

 

 

  • PROSchulreform fordert, die neu entwickelten Bildungspläne umzusetzen.“

 

 

Nur die GAL setzt sich entschieden für Kompetenzorientierung als Mittelpunkt der neuen – noch zu entwickelnden – Bildungspläne und damit für einen innovativen Unterricht im Sinne der Neuen Lernkultur ein. Dagegen wollen SPD und CDU vor allem eine inhaltliche Standardisierung erreichen. Die Linke spricht eher vage von „fortschrittlichen“ Inhalten und Methoden, während die Freien Wähler eine Anpassung an den Volksentscheid und eine „Entrümpelung“ der gymnasialen Bildungspläne fordern - was immer das heißen mag.

 

 

„Die neuen Bildungspläne werden ein wichtiger Schritt zu einem an den Fähigkeiten der einzelnen Kinder orientierten Unterricht sein. Diese Zielsetzung darf auf keinen Fall wieder aufgegeben werden. Ein standardisierter Katalog von abfragbarem Stoff trägt nicht zur Weiterentwicklung der Lernmethoden in Hamburg bei und wäre ein Rückschritt gegenüber dem bereits Erreichten. Standards leiten sich aus Kompetenzen ab – nicht aus Inhalten. Auch wenn Abschlüsse eine Vergleichbarkeit haben müssen, ist der Weg zum Abschluss eben ein individueller Prozess, der sich einer Standardisierung weitgehend entzieht – und das ist auch gut so!“ (Stefanie von Berg, Vorsitzende von PROSchulreform)

 

 

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Pressemitteilung 

 

Hamburg, 09.02.2011 

 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 10

 

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse haben wir ausgewertet und werden sie als Pressemitteilungen veröffentlichen. Weitere werden im Abstand von ca. 2 Tagen folgen. Freuen Sie sich auf kontinuierliche Informationen zur Hamburger Bildungspolitik aus Sicht von PROSchulreform und den Parteien!

 

 

  • PROSchulreform fordert, die Klassenfrequenzen auch in den weiterführenden Schulen nach den KESS-Gebieten zu differenzieren, um Benachteiligungen auszugleichen.“

 

 

Bisher sind die Klassenfrequenzen nur an den Grundschulen nach den Bildungsvoraussetzungen der Schüler anhand der KESS-Faktoren differenziert. Die Linke und Freie Wähler sprechen sich für eine Ausweitung dieser Differenzierung auch für die weiterführenden Schulen aus, SPD und CDU halten sie grundsätzlich für sinnvoll und werden sie prüfen. Die GAL ist prinzipiell für die Bereitstellung von mehr Ressourcen für Schulen in sozial benachteiligten Gebieten, hält die Differenzierung der Klassenfrequenzen aber nur für eine von mehreren Möglichkeiten. Sie ist für eine mit den jeweiligen Schulen spezifisch entwickelte Lösung und zudem für eine dreistufige Ressourcenausstattung (1/2; 3/4; 5/6).

 

 

Stefanie von Berg, Vorsitzende von PROSchulreform: „Gleiche Bildungschancen für alle Kinder zu schaffen bedeutet auch, die Benachteiligungen auszugleichen, die beim Eintritt in die Schule bestehen und die aus dem sozialen Umfeld entstehen. Dies ist nicht nur eine Aufgabe der Grundschulen. Auch in den weiterführenden Schulen müssen diese unterschiedlichen Voraussetzungen berücksichtigt werden. Dieses Problem zeigt aber auch einmal mehr, wie wichtig eine besserer frühkindliche Förderung und Bildung ist, um eine massive Benachteiligung gar nicht erst entstehen zu lassen.“

 

 

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Pressemitteilung 

 

Hamburg, 07.02.2011 

 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 9

 

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse haben wir ausgewertet und werden sie als Pressemitteilungen veröffentlichen. Weitere werden im Abstand von ca. 2 Tagen folgen. Freuen Sie sich auf kontinuierliche Informationen zur Hamburger Bildungspolitik aus Sicht von PROSchulreform und den Parteien!

 

 

  • PROSchulreform fordert, dass die Lernentwicklungsgespräche als ein zentrales Element der Schülerorientierung fortgeführt werden.“

 

 

Die Lernentwicklungsgespräche werden von allen Parteien als ein wichtiges Instrument für die Kommunikation zwischen Schülern, Lehrern und Eltern gesehen, lediglich die Freien Wähler befürchten – trotz ihrer grundsätzlichen Zustimmung – eine zu starke Belastung der Lehrkräfte. Die CDU weist besonders darauf hin, dass die Eigenverantwortung der Schüler für ihren Bildungsweg durch Lern- und Förderpläne, die auf den Lernentwicklungsgesprächen aufbauen, gestärkt werden kann. Die GAL weist darüber hinaus auch auf die wichtige Funktion beim Übergang in die Berufsbildung hin – allerdings bezieht sie sich nur auf die Stadtteilschule, nicht auf das Gymnasium. Darüber hinaus stellt die GAL heraus, dass Gespräche die Wissbegierde und Motivation fördern – und eben nicht beschämen und frustrieren. Die Linken kritisieren in diesem Zusammenhang die kontraproduktive Wirkung der neuen Schulformempfehlungen, in denen das Ausleseinstrument im Vordergrund stehe – nicht jedoch der angestrebte Schulabschluss.

 

 

Stefanie von Berg, Vorsitzende von PROSchulreform: „Die Lernentwicklungsgespräche sind eine der wichtigsten Verbesserungen der letzten Jahre, die sorgsam in Schulversuchen erarbeitet und ständig evaluiert wurden. Durch die Gespräche wird die gleichberechtigte Kommunikation zwischen Schülern, Eltern und Lehrern gefördert und die Lernentwicklung des Schülers in den Mittelpunkt gestellt. Wir freuen uns, dass alle Parteien diesen wichtigen Baustein auch in Zukunft weiterführen wollen.“

 

 

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Pressemitteilung 

 

Hamburg, 04.02.2011 

 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 8

 

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse haben wir ausgewertet und werden sie als Pressemitteilungen veröffentlichen. Weitere werden im Abstand von ca. 2 Tagen folgen. Freuen Sie sich auf kontinuierliche Informationen zur Hamburger Bildungspolitik aus Sicht von PROSchulreform und den Parteien!

 

 

  • PROSchulreform fordert, die stadtteilbezogene Zusammenarbeit durch die regionalen Bildungskonferenzen zu steigern.“

 

 

Fast alle Parteien wollen die regionalen Bildungskonferenzen ausbauen. Lediglich die Freien Wähler befürchten eine "Behörde in der Behörde" und setzen auf freiwillige Netzwerke. GAL, Die Linken, SPD und CDU sehen in den regionalen Bildungskonferenzen jedoch ein wichtiges Instrument für die Vernetzung der verschiedenen Bildungsträger und Institutionen vor Ort. Die Linken wollen die Bildungskonferenzen sogar mit weitergehenden Entscheidungskompetenzen ausstatten. Die CDU will die bestehenden Strukturen evaluieren, um die Effizienz durch eine Zusammenführung der Paralleleinrichtungen zu erhöhen.

 

 

Stefanie von Berg, Vorsitzende von PROSchulreform: „Die regionalen  Bildungskonferenzen tragen dazu bei, die Bildungsangebote eines Quartiers weiterzuentwickeln und besser aufeinander abzustimmen. Es werden immer noch zu häufig die bestehenden Konzepte einfach fortgeschrieben und moderne Methoden des Kompetenzerwerbs zu wenig berücksichtigt. Um dies zu verbessern, ist ein verstärkter Austausch zwischen den Institutionen wichtig und notwendig. Darüber hinaus öffnen sie auch die Diskussion zwischen Bildungseinrichtungen und anderen gesellschaftlichen Gruppen und ermöglichen so eine bessere Partizipation.“

 

 

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Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

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Pressemitteilung 

 

Hamburg, 02.02.2011 

 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 7

 

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse haben wir ausgewertet und werden sie als Pressemitteilungen veröffentlichen. Weitere werden im Abstand von ca. 2 Tagen folgen. Freuen Sie sich auf kontinuierliche Informationen zur Hamburger Bildungspolitik aus Sicht von PROSchulreform und den Parteien!

 

 

  • PROSchulreform fordert, die Inklusion von Kindern mit Behinderung an den allgemein bildenden Schulen mit der entsprechenden personellen und finanziellen Ausstattung voranzutreiben, wie es die UN-Menschenrechtskonvention fordert.“

 

 

Bis auf die Freien Wähler stellen alle Parteien den Besuch von allgemein bildenden Regelschulen für Kinder mit Behinderung in den Vordergrund – allerdings beschränkt die SPD dies vorrangig auf Grund- und Stadtteilschulen. Bemerkenswert ist die Wortwahl aller Parteien, da das Wort „Inklusion“ in keiner der Antworten der Parteien auftaucht, sondern lediglich der Begriff „Integration“ verwendet wird. „Da Inklusion jedoch sehr viel weiter geht als nur eine Integration, ist offensichtlich auch bei den Parteien noch Klärungsbedarf, wie sich die beiden Konzepte voneinander unterscheiden“, so Stefanie von Berg, Pressesprecherin von PROSchulreform. Alle Parteien sind sich einig, dass eine wesentlich bessere Ausstattung der Schulen notwendig ist, um die Umsetzung der UN-Konvention umzusetzen. Dazu gehört insbesondere das fachlich gut ausgebildete Personal, das über sonder- und sozialpädagogische wie auch therapeutische Kompetenzen verfügen muss. Die SPD will konkret eine Basis-Ausstattung an Stunden an allen Schulen und eine Doppelbesetzung in besonders belasteten Lerngruppen einrichten.

Sehr unterschiedlich sind die Positionen der Parteien, was die Zukunft der Sonderschulen anbelangt. Während die Freien Wähler die Sonderschulen explizit stärken wollen, um den Eltern ein Wahlrecht zu ermöglichen – und damit deutlich den Prozess der Inklusion bremsen – gehen Die Linken so weit, dass sie die Sonderschulen ganz aus dem Schulgesetz streichen möchten. Die SPD will Sonder- und Förderschulen zu Kompetenzzentren ausbauen, die CDU will sie erhalten, um den Eltern ein Wahlrecht zu ermöglichen, macht aber keine weiteren Aussagen zum Umfang. Die GAL erwähnt Sonder- und Förderschulen nur insofern, als auf ihre Kompetenz zurück gegriffen werden soll.

Stefanie von Berg abschließend: „Die Inklusion von Schülern mit Behinderung ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer Schule für Alle – übrigens auch an den berufsbildenden Schulen. Richtig betrieben, d. h. mit genügend und gut qualifiziertem Personal, zeigt sich auch hier, dass gemischte Lerngruppen mit individualisiertem Unterricht bei allen Schülern bessere Erfolge erzielen – bei leistungsstarken ebenso wie bei Schülern mit Förderungsbedarf. Inklusion kann daher auch als Leitbild für alle Aspekte der Schulpolitik dienen. Das zeigte ja auch jüngst das Ergebnis der Schulinspektion.“

 

 

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Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

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Hamburg, 31.01.2011 

 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 6

 

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse haben wir ausgewertet und werden sie als Pressemitteilungen veröffentlichen. Weitere werden im Abstand von ca. 2 Tagen folgen. Freuen Sie sich auf kontinuierliche Informationen zur Hamburger Bildungspolitik aus Sicht von PROSchulreform und den Parteien!

 

 

  • PROSchulreform fordert, das Konzept der ganztägigen Bildung und Betreuung an Schulen inkl. Ferien- und Randzeitenbetreuungen bis 18:00 weiterzuverfolgen und die Rahmenbedingungen zu verbessern.“

 

 

CDU, SPD und GAL wollen das Konzept der ganztägigen Bildung und Betreuung an Schulen fortsetzen, wenn auch mit unterschiedlichen Akzenten. CDU und GAL betonen den großen Vorteil, den dieses Konzept für alle Kinder – unabhängig vom Elternhaus – erwirken könnte und stellen die Zusammenarbeit in der Region heraus. Die GAL setzt zudem auf eine Ausweitung der Ganztagsschulen unter Einbeziehung der Hortträger, um das Ziel realisieren zu können, dass alle Schulkinder eine kostenfreie ganztägige Bildung von 8 bis 16 Uhr erhalten können. Die SPD hält zusätzliche Mittel für erforderlich, die CDU und die Freien Wähler betonen die Freiwilligkeit der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Hortträgern. Die Freien Wähler stehen für eine offene Ganztagsschule als freiwilliges Angebot ein. Die Linke lehnt die Hortreform in der gegenwärtigen Form dagegen ab, weil sie eine verkappte Kürzung zu Lasten der Qualität sei. Sie sprechen sich – genau wie die Freien Wähler – für eine Evaluierung der bestehenden Modellversuche vor Einführung der ganztägigen Bildung und Betreuung aus.

 

 

Dazu Stefanie von Berg, Vorsitzende von PROSchulreform: „Ein verlässliches, ganztägiges, perspektivisch kostenfreies Betreuungsangebot schafft für Eltern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Famile und stärkt die Chancengleichheit im Bildungssystem. Die Pläne zur ganztägigen Bildung und Betreuung müssen daher konsequent mit ausreichenden Mitteln versehen und umgesetzt werden. Die Qualität muss nicht nur gehalten, sondern noch erhöht werden. Die damit geschaffene Infrastruktur löst eines der zentralen wirtschaftlichen Probleme und wird sich damit in kürzester Zeit bezahlt machen. Es ist ein kurzsichtige Politik, dies an Finanzierungsfragen scheitern zu lassen.“

 

 

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Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

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Pressemitteilung 

 

Hamburg, 26.01.2011 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 5

 

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse haben wir ausgewertet und werden sie als Pressemitteilungen veröffentlichen. Weitere werden im Abstand von ca. 2 Tagen folgen. Freuen Sie sich auf kontinuierliche Informationen zur Hamburger Bildungspolitik aus Sicht von PROSchulreform und den Parteien!

 

 

  • PROSchulreform fordert, die Individualisierung des Unterrichts weiter voranzutreiben und auf alle Schulformen auszudehnen.“

 

 

SPD, GAL, CDU und Die Linke sprechen sich klar für individualisierten Unterricht aus – schön, dass dies in diesen Parteien unstrittig ist. Lediglich die Freien Wähler bekennen sich nicht eindeutig zum individualisierten Unterricht, sondern stellen ihn vielmehr in den Kontext von ideologischen Gründen. Sie propagieren die „Freiheit der Lehre“. Die CDU und die SPD stellen heraus, dass für die vollständige, flächendeckende Einführung individualisierten Unterrichts jedoch noch Unterstützung in Form von Lehreraus- und –fortbildung stattfinden müsse und sprechen von einer notwendigen Qualitäts- bzw. Fortbildungsoffensive. Für die Übergangszeit fordert die CDU noch eine äußere Differenzierung. Dieser Form widerspricht die GAL, indem sie herausstellt, dass eine homogene Gruppe schon immer nur ein Mythos gewesen und von daher individualisierter Unterricht unerlässlich sei.

 

PROSchulreform fordert aus diesem Grund: „Alle Schüler profitieren von einem individualisierten Unterricht. Dass dies immer noch kein Standard in Hamburg ist, ist unverantwortlich. Damit werden Schulen weder den Schülern noch den Anforderungen der Wirtschaft und der Gesellschaft gerecht. Nur wenn jeder Schüler seinen Fähigkeiten gemäß gefordert und gefördert wird, nur wenn jeder Schüler Verantwortung für seinen eigenen Lernprozess übernimmt, wird eine gesunde, leistungsfähige Schule realisiert. Wenn die Parteien sich in diesem Punkt einig sind, warten wir gespannt auf die Umsetzung in der kommenden Legislaturperiode.“ (Stefanie von Berg, Vorsitzende )

 

 

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Pressemitteilung 

 

Hamburg, 24.01.2011 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 4

 

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse haben wir ausgewertet und werden sie als Pressemitteilungen veröffentlichen. Weitere werden im Abstand von ca. 2 Tagen folgen. Freuen Sie sich auf kontinuierliche Informationen zur Hamburger Bildungspolitik aus Sicht von PROSchulreform und den Parteien!

 

 

  • PROSchulreform fordert, die Zusammenarbeit der Stadtteilschulen mit den berufsbildenden Schulen und der Wirtschaft weiter auszubauen.“

 

 

Alle Parteien betonen, wie wichtig der nahtlose Übergang von der Schule in den Beruf sei. Der Übergang ins das Berufsleben findet für die Parteien in erster Linie in den Stadtteilschulen statt. Nur Die Linken weisen darauf hin, dass bisher die Gymnasien eher halbherzig mit einbezogen wurden. Außerdem stellen sie heraus, dass die eingeführten Maßnahmen eine Zurichtung der Schüler auf die Anforderungen der Wirtschaft und keine polytechnische Bildung als Teil der Allgemeinbildung seien. Ferner kritisieren sie am Konzept der Berufsorientierung, dass das Problem der Jugendarbeitslosigkeit auf die Jugendlichen abgewälzt sei, weil ihnen mangelnde Ausbildungsreife attestiert würde, vielmehr läge die Jugendarbeitslosigkeit jedoch in einem Mangel an Ausbildungsplätzen begründet. Dagegen stellt die GAL heraus, dass „kein Abschluss ohne Anschluss“ bleiben sollte und fordert eine kontinuierliche Schulentwicklung sowie einen Schulentwicklungsplan für berufliche Schulen auch unter Beteiligung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die CDU weist auf die umfänglichen Maßnahmen hin, die seit 2004 auf den Weg gebracht wurden, um den Übergang von der Schule in den Beruf zu verbessern. Zu diesen Maßnahmen gehören das Aktionsbündnis für Bildung und Beschäftigung, das Rahmenkonzept zur Reform des Übergangssystems Schule – Beruf und das Hamburger Programm zur Berufsorientierung und Berufswegeplanung.

 

 

Stefanie von Berg, Vorsitzende von PROSchulreform: „Nicht nur die Stadtteilschule bereitet auf den Übergang ins Berufsleben vor, auch die Gymnasien sollten diesen Aspekt viel ernster nehmen. Zur Realisierung von Berufs- und Studienorientierung gehört unlösbar verknüpft ein projektorientiertes, kooperatives, eigenverantwortliches und individualisiertes Lernen, weil die dabei erworbenen Kompetenzen in den heutigen Arbeitsprozessen immer stärker benötigt werden – auch im akademischen Bereich. In dieser Hinsicht kann die Schule von der Wirtschaft noch viel lernen. Nicht zu vergessen ist darüber hinaus, dass die Stadtteilschule nicht nur auf einen nichtakademischen Beruf, sondern auch auf ein Studium vorbereitet und hier Orientierungsarbeit leisten muss.“

 

 

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Pressemitteilung 

 

Hamburg, 21.01.2011 

 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 3

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse haben wir ausgewertet und werden sie als Pressemitteilungen veröffentlichen. Weitere werden im Abstand von ca. 2 Tagen folgen. Freuen Sie sich auf kontinuierliche Informationen zur Hamburger Bildungspolitik aus Sicht von PROSchulreform und den Parteien! Heute Folge 3:

 

 

  • PROSchulreform fordert, die Vorschulen zu erhalten und die Frühförderung auszubauen.“

 

 

Alle Parteien sind sich mit PROSchulreform einig: Die Vorschule und die Kitas müssen gestärkt werden, die Eltern sollen weiterhin ein Wahlrecht zwischen Kita und Vorschule haben. Während sich die SPD und die CDU allgemein äußern, konkretisieren insbesondere die GAL und Die Linken ihre Pläne: Eine bessere Personalausstattung, ab sofort keine Kita-Gebühren für sozial benachteiligte Familien und langfristig gebührenfreie Kitas für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr – letzteres fordern auch die Freien Wähler. GAL und Die Linken betonen besonders die Anhebung der Qualifizierung der Mitarbeiter in den Kitas auf Fachhochschul- bzw. Hochschulniveau. Die GAL postuliert darüber hinaus noch eine gezielte Sprachförderung in den Kitas wie auch einen flexiblen Übergang von der Kita in die Schule, während Die Linken eine Finanzierungsbeteiligung des Bundes fordern. Einen interessanten organisatorischen Vorschlag machen die Freien Wähler, indem sie eine Angliederung der Kitas aus der Sozialbehörde in die Schulbehörde skizzieren. Darüber hinaus fordern sie verbindliche Tests für alle Vierjährigen im Bereich Sprache, Motorik und Verhalten und verbindliche, kostenfreie Behandlungen zum Ausgleich von attestierten Defiziten.

 

 

Stefanie von Berg, Vorsitzende von PROSchulreform: „Der Ausbau der Frühförderung ist eine der zentralen Aufgaben der Bildungspolitik in Hamburg. Für den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, das Ziel der Gebührenfreiheit und die Weiterentwicklung der pädagogischen Konzepte und Qualifikationen ist ein ganzes Bündel an Maßnahmen erforderlich, um Chancengleichheit im Bildungssystem von Anfang an zu gewährleisten.“

Pressemitteilung 

 

Hamburg, 18.01.2011 

 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 2

 

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse haben wir ausgewertet und werden sie als Pressemitteilungen veröffentlichen. Weitere werden im Abstand von ca. 2 Tagen folgen. Freuen Sie sich auf kontinuierliche Informationen zur Hamburger Bildungspolitik aus Sicht von PROSchulreform und den Parteien! Heute Folge 2:

 

 

  • PROSchulreform fordert, die Stadtteilschulen zu einer wirklich gleichwertigen weiterführenden Schule zu machen, die auch leistungsstarke Kinder anzieht.“

 

 

Dieses Ziel wird von allen Parteien bis auf die Freien Wähler unterstützt, die leistungsstarke Kinder im Gymnasium konzentrieren wollen. Damit besteht nach Ansicht von PROSchulreform jedoch die Gefahr, die Stadtteilschule zur Restschule zu machen, das Ziel einer größeren Bildungsgerechtigkeit zu verfehlen und die soziale Spaltung im Bildungssystem zu vertiefen.

 

 

Die SPD will die Stadtteilschulen durch hervorragende Ausstattung zum Erfolg führen. Jede Stadtteilschule soll möglichst eine eigene Oberstufe haben und Ganztagsschule werden können. Die GAL möchte die Stadtteilschulen insgesamt und vor allem in sozial benachteiligten Gegenden besonders fördern und setzt sich für die Möglichkeit ein, in der Oberstufe der Stadtteilschule gleichzeitig einen Berufsabschluss und das Abitur zu erwerben. Die CDU setzt sich ebenfalls für eine Oberstufe an möglichst allen Stadtteilschulen ein – gegebenenfalls auch durch eine Kooperation von Stadtteilschulen. Darüber hinaus sollen die Klassenfrequenzen klein gehalten und die Binnendifferenzierung besonders unterstützt werden. Die CDU sieht einen Schwerpunkt bei der beruflichen Bildung in den Stadtteilschulen. Die Linke setzt sich für ein ganzes Bündel von Maßnahmen für die Unterstützung der Stadtteilschulen ein, wie den Ausbau zu Ganztagsschulen, kostenloses Mittagessen, bessere personelle Ausstattung etc. Alle diese Parteien – bis auf die Freien Wähler – sind sich darin einig, dass die Stadtteilschule eine starke Alternative zum Gymnasium auf dem Weg zum Abitur darstellt.

 

 

Stefanie von Berg, Vorsitzende von PROSchulreform: „Wir unterstützen diese Ansätze zur Stärkung der Stadtteilschulen. Unser Ziel ist es, die Stadtteilschule durch moderne Unterrichtskonzepte und eine gute Ausstattung für alle Kinder – unabhängig von Leistungsfähigkeit, sozialem Status und Elternhaus – zur bevorzugten Schulform zu machen und damit die Integration des Bildungssystems zu fördern.“

 

 

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Pressemitteilung 

 

 Hamburg, 16.01.2011 

 

Wahlprüfsteine zur Bildungspolitik, Folge 1

 

 

PROSchulreform hat den Hamburger Parteien 13 bildungspolitische Forderungen vorgelegt und viele Parteien haben geantwortet. Die Ergebnisse werden wir in den kommenden Tagen auswerten und als Pressemitteilungen veröffentlichen. Wir beginnen heute mit Folge 1, weitere werden im Abstand von ca. 2 Tagen folgen. Freuen Sie sich auf kontinuierliche Informationen zur Hamburger Bildungspolitik aus Sicht von PROSchulreform und den Parteien!

 

 

  • PROSchulreform fordert, gegen die ungleiche finanzielle Ausstattung der Schulen vorzugehen, die insbesondere durch die Schulvereine entsteht und die dazu führt, dass Schulen in benachteiligten Stadtteilen selbst einfachste Möglichkeiten wie Museumsbesuche etc. nicht wahrnehmen können.“

 

 

Da sind sich die Hamburger Parteien einig: Sozial benachteiligte Schulen sollen gefördert werden. Während die SPD und die CDU dies in erster Linie über die Stundenzuweisung und die Klassengröße erreichen wollen, haben sie zur indirekten Benachteiligung, die sich z. B. aus der krass unterschiedlichen finanziellen Ausstattung der Schulvereine ergibt, keine Stellung genommen. Die GAL schlägt vor, bei der Preisgestaltung von außerschulischen Angeboten entgegenzukommen, Die Linken fordern einen Ausgleich durch die Schulbehörde – finanziert aus der Rückführung der Privatschulen -, die Freien Wähler schlagen eine Zulage vor. Solange bleibt es beim Alten: Während in den „reichen“ Schulen ganze Anbauten und Lehrmittelsammlungen von den Schulvereinen bezahlt werden und durch ihre Zuschüsse Klassenfahrten und Ausflüge ermöglichen, stehen Schulen in den sozialen Brennpunkten ausschließlich die Mittel der Schulbehörde zur Verfügung – und die reichen nicht einmal für Ausflüge innerhalb des Hamburger Stadtgebietes. Stattdessen: Einsammeln von 1,30 € von jedem Schüler für die Fahrkarte, das Eis spendiert die Lehrkraft privat und die so wichtigen Museen, der Tierpark und der Hafen bleiben gerade den Kindern, die es am dringendsten bräuchten, verschlossen. Für einen Ausgleich dieser Art von Ungerechtigkeit im Bildungssystem wollen sich die GAL, Die Linken und die Freien Wähler einsetzen. „Wir werden noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, bis sich Chancengleichheit im Bildungssystem wirklich durchsetzt,“ resümiert Stefanie von Berg, Vorsitzende von PROSchulreform.

 

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V."

www.proschulreform.de

Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

Email: stefanie.von.berg@proschulreform-hamburg.de