Artikel

Hier aufgeführt wird eine Auswahl von interessanten Artikeln aus diversen Zeitschriften und Zeitungen. Folgen Sie dem Link (Titel oder "weiterlesen..."), um zu dem vollständigen Artikel auf der Webseite der Quelle zu gelangen.

Den aktuellsten Stand gibt es beim BSB-Pressespiegel

04.01.2011

Der Vorschlag von Schulsenator Wersich erhält große Zustimmung. Auch Walter Scheuerl lobt Entscheidung für längeres gemeinsames Lernen.

 

Abendblatt

(...)

"Die Genehmigung der vier Anträge ist ein großer Erfolg für das außergewöhnliche Engagement der Schulen", sagte GAL-Bildungspolitiker Michael Gwosdz. Die Genehmigung zeige zugleich, dass der zehnjährige Schulfrieden, den CDU, SPD und GAL 2010 vereinbart hatten, "nicht gleichzusetzen ist mit Stillstand".

Die Initiative ProSchulreform begrüßte Wersichs Entscheidung. "Wir hoffen zugleich, dass auch die drei abgelehnten Anträge eine zweite Chance erhalten", sagte Stefanie von Berg, die Sprecherin der Elterninitiative. (weiterlesen...)

03.01.2011

Schulsenator denkt pädagogisch

Dietrich Wersich düpiert Reformgegner Walter Scheuerl: Vier Grundschulen dürfen das sechsjährige gemeinsame Lernen in einem Schulversuch erproben.

 

taz - Kaja Kutter

Erfreuliche Nachrichten für vier Grundschulleiter: Zwei Tage nach Weihnachten erfuhren sie, dass CDU-Schulsenator Dietrich Wersich ihre Anträge auf den Schulversuch für eine sechsjährige Primarschule genehmigt. "Wir haben erst mal einen Luftsprung gemacht", berichtet Rainer Kühlke von der Harburger Schule Grumbrechtstraße.(weiterlesen...)

Es sind arg kleine Bildungsbrötchen, die hier gebacken werden

Ein kleiner Trost

 

taz - Kommentar von Kaja Kutter

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Es ist ein glücklicher Moment für all jene, die für die Primarschule gestritten haben. Die Idee ist nicht vollends ausgemerzt worden. Ein Versuch an vier Orten wird wenigstens noch gewagt.

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Dietrich Wersich hat die Chance genutzt, sich als integerer Fachpolitiker zu profilieren, der nicht in einem Monat die ganze schwarz-grüne Idee vergessen hat. Aber er hat auch "nur" vier Versuche zugelassen. Will man wirklich wissen, ob die Primarschule die überlegene ist, wäre eine größere Zahl aussagekräftiger. (weiterlesen...)

29.12.2010

Pro & Contra

Muss es in der Schule Noten geben?

 

Spiegel Inline

Noten gehören zur Schule wie der Tüv-Bericht zum Auto - muss das so sein? Ja, meint Josef Kraus, Präsident des Lehrerverbandes: Ohne Noten sei Leistung nicht messbar. Nein, meint Lehrerin und Buchautorin Sabine Czerny: Noten machten blind gegenüber den individuellen Fähigkeiten der Schüler. (weiterlesen...)

27.09.2010

«Respekt ist die Basis unserer Zusammenarbeit»

Die Branco-Weiss-Schulen in Israel schaffen Perspektiven für Jugendliche, die sonst keine Chance hätten

 

NZZ Online von Naomi Bubis

Hierzulande ist der Unternehmer Branco Weiss als generöser Mäzen der Zürcher Hochschulen bekannt. In Israel wendet er sich nicht der akademischen Elite, sondern jugendlichen Dropouts zu: Dank individualisiertem Unterricht und dem enormen Einsatz der Lehrkräfte erzielen seine Schulen beeindruckende Erfolge.(weiterlesen...)

29.8.2010

Neue Bertelsmann-Studie

Bildungs-Klatsche für Deutschland

Wir liegen hinter den Briten, Österreichern und Belgiern

 

bild.de

(...)

Fakt ist: In Deutschland herrscht Schulchaos – Dauerstreit Bildung! Immer wieder beweisen Studien: Andere Länder können es besser! Der Ruf, die Bildungspolitik in die Verantwortung des Bundes zu geben und zu vereinheitlichen, wird lauter. Doch die Länder wehren sich, diese Hoheit aufzugeben.

(...)

Das dreigliedrige Schulsystem hat in Deutschland Tradition. Schon Anfang des 19. Jahrhunderts setzten sich überall Standesschulen durch: Bauern-, Bürger- und Gelehrtenschulen.

Die Weimarer Reichsverfassung von 1919 brachte für ganz Deutschland eine vierjährige gemeinsame Schulzeit für die Kinder aller Schichten des Volkes. Die Idee einer sechsjährigen Grundschulzeit scheiterte schon damals an konservativen Mehrheiten – nach erbitterten Kämpfen in der Reichsschulkonferenz von 1920. (weiterlesen...)

30.8.2010

VERFASSUNGSGERICHT HAMBURG

Schulreform: Klage gegen den Volksentscheid eingereicht

Drei Hamburger wollen mithilfe des Heidelberger Rechtsanwalts Uwe Lipinski den Volksentscheid zur Schulreform kippen.

 

Hamburger Abendblatt

Das Hamburgische Verfassungsgericht muss sich mit dem Volksentscheid zur Primarschule beschäftigen. Drei Hamburger haben Klage beim höchsten Gericht mit dem Ziel eingereicht, die Abstimmung vom 18. Juli für ungültig zu erklären. (weiterlesen...)

29.08.10 

Rathausmarkt

Der mit den Containern jongliert

 

Welt am Sonntag - Kommentar von Per Hinrichs

(...) Kann man sich eigentlich zu Tode siegen? Falls ja, sollte mal einer nach Walter Scheuerl sehen, Chef der Initiative "Wir wollen lernen". Der Mann geht ja immer noch mit einer Energie auf den Senat los, als hätte er einen Uranbrennstab verschluckt. So viel Zuversicht ruft natürlich Nachahmer auf den Plan. Und so will jetzt auch der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ties Rabe , den Scheuerl machen. Er hat nämlich spitz bekommen, dass während des Schul-Wahlkampfes Direktoren Transparente "Für eine bessere Schule" aufgehängt haben. Das widerspricht "vermutlich dem Gebot der Mäßigung", argwöhnt Rabe. Jetzt will er wissen, ob es "Disziplinierungsmaßnahmen" gegen die Schulleiter gab. Und ob! Jeder Schulleiter musste 100 Mal an die Tafel schreiben: "Ich darf keine politische Werbung in der Schule machen". Wer zweimal erwischt wurde, bekam eine Extra-Strafe und musste einen Aufsatz schreiben zum Thema: "Analysiere die Schulpolitik der SPD von Jahresbeginn bis Ende August und erkläre ihre Systematik." Manche sitzen immer noch dran. (weiterlesen...)


27.8.2010

Münsterland

Gemeinschaftsschule zwischen Backstein und Bierzelt

 

Frankfurter Rundschau

Ausgerechnet im christdemokratischen Ascheberg fällt der Startschuss für die grüne Bildungspolitik von NRW. Vor Monaten wartne die CDU noc mit grellen Plakaten vor dem Aus für die Gymnasien.

(...)

In Ascheberg soll nun bereits 2011 die sogenannte Profilschule eröffnen. Sie wird wohl den Startschuss für viele weitere Anträge geben. „Das Interesse der Gemeinden ist groß“, so eine Sprecherin der Bildungsministerin. Und auch Bürgermeister Risthaus sagt: „Zahlreiche Städte haben sich schon bei uns erkundigt.“ Wiederum sind es viele CDU-Städte aus dem Münsterland, die interessiert sind. (weiterlesen...)

27.8.2010

Dramatische Wende bei Schulreform - CDU für die Einheitsschule

Cellesche Zeitung

Die Kreistagsfraktion der CDU unternimmt in der Schulpolitik einen deutlichen Richtungswechsel. Die klassische Dreiteilung in Haupt- und Realschule sowie die Gymnasien wird zugunsten von Gemeinschaftsschulen und Gymnasien aufgegeben. Gleichzeitig wollen die Christdemokraten ein Schulstrukturplan durch einen externen Berater. Die CDU übernimmt damit einige Forderungen der Opposition. (weiterlesen...)

27.8.2010

Primarschule

Volksentscheid angefochten

taz

Verfassungsexperte bezweifelt die Korrektheit der Abstimmung vom 18. Juli: Die Möglichkeit zweier Ja-Stimmen verzerre das Ergebnis. Klage beim Verfassungsgericht.(weiterlesen...)

Starterschulen

Scheuerls Kampf

taz - Kommentar von Kaja Kutter

Walter Scheuerl droht mit Klage. Er fordert, dass Starterschulen nach einem Jahr aufhören sollen. CDU sieht darin Missachtung des Elternwillens.(weiterlesen...)

Der Volksentscheid zur Primarschule ungültig - wegen juristischer Mängel?

Klagen können auch andere

taz - Kommentar von Kaja Kutter

Der Volksentscheid zur Primarschule ungültig - wegen juristischer Mängel? Sicher: Es wäre ein Treppenwitz der Geschichte, wenn es so käme. Aber an diesem Szenario zeigt sich auch: Klagen - oder damit drohen - kann nicht nur Walter Scheuerl, das können auch andere.

(...)

In seinem Null-Toleranz-Gebaren macht Scheuerl politisch nun die ersten Fehler: Wendet er sich gegen 800 Eltern, dürfte seine Glaubwürdigkeit als Streiter für die Elternrechte gehörig Schaden nehmen. (weiterlesen...)

27.7.2010

Sollte der Schulversuch scheitern, werden die Reformgegner ein zweites Mal bestätigt

Eltern werden verunsichert

 

taz

Mit Wahlfreiheit der Eltern hatten die Primarschulgegner geworben, vor "Zwangsbeglückung" gewarnt. Und nun das: Ihr Sprecher Walter Scheuerl will rund 800 Eltern einen Zickzack zumuten. Sie sollen die Kinder erst ans Gymnasium oder an die Stadtteilschule schicken, um sie dann nach ein paar Wochen gegebenenfalls doch an eine Versuchs-Primarschule zu geben. Ob der Medienanwalt die Rechtslage hier besser durchschaut als die Juristen der Schulbehörde, ist fraglich. Sicher ist aber, dass dies Eltern verunsichert.

Dabei rufe man sich einmal folgendes in Gedächtnis. Es haben zwar rund 276.000 Hamburger gegen die Primarschule gestimmt, aber auch 218.000 dafür. Eine große Minderheit in der Stadt will in der Schulpolitik diesen neuen Weg gehen. Hinzu kommen die Stimmen der nicht abstimmungsberechtigten MigrantInnen. Der Schulstreit geht wie ein Riss durch die Stadt.(weiterlesen...)

27.7.2010

Starterschulen entfachen Streit

Nach dem Volksentscheid wollen Reformgegner auch Schulversuch zur Primarschule stoppen. Doch 23 Einrichtungen arbeiten schon nach neuem Konzept.

 

taz

(...)

"Die jetzt angemeldeten Primarschüler genießen Vertrauensschutz", sagte Sprecher Jan Bruns. Dieser ist im Schulgesetz für die heutigen Stadtteilschüler und Gymnasiasten verankert und gilt nach Aussage der Behördenjuristen auch für die Starterschulen. Was heißt: Diese können einmalig mit neuen 5. Klassen starten und die SchülerInnen bis einschließlich Klasse 6 zusammenbleiben. Danach werde die Behörde den Übergang in die 7. Klasse einer Stadtteilschule oder eines Gymnasiums "eng begleiten". Bruns: "Unabhängig davon können diese Schulen auch für die kommenden Jahrgänge einen Schulversuch beantragen."  (weiterlesen...)

26.7.2010

Grundschulverband

"Wir wollen unter uns bleiben!"

 

bildungsklick

(...)

Ohne die guten Leistungsergebnisse der Grundschulen und die nur mittelmäßigen Leistungszuwächse am Gymnasium zur Kenntnis zu nehmen, wurde die Primarschule kritisiert. Mit der Verteidigung der herkömmlichen Gymnasialstruktur wurde verdeckt, worum es eigentlich ging: möglichst früh zu selektieren, um Besitzstände zu wahren. (weiterlesen...)

Artikel unmittelbar nach dem Volksentscheid (ab 18. Juli 2010)

19.7.2010

Warum die Primarschule in Hamburg gescheitert ist

 

Zeit online

(...)

Ein weiterer Vorteil der Kampagne gegen die Reform war, dass sie ihre Botschaft sehr viel plastischer und emotionaler darstellen konnte. Mit entsprechender Rückendeckung durch die Boulevardpresse wurde vor dem Qualitätsverlust des Gymnasiums und vor Nachteilen für begabte Kinder gewarnt. Die Wähler konnten so emotionalisiert und damit auch mobilisiert werden. Die Vorteile des längeren gemeinsamen Lernens hingegen, etwa der langfristige sozioökonomische Nutzen oder die Chancen auf bessere Integration, konnten nicht veranschaulicht werden. Ohne eine konkrete Vision ist es aber sehr schwer, die Zielgruppen zu mobilisieren oder gar andere Wähler zu überzeugen. (weiterlesen...)

19.7.2010

Zäune und Wachmannschaften

Die Hamburger haben gegen die Schulreform gestimmt. Doch die panische Abgrenzung der Mittelschicht wird das Problem verschärfen.

 

Zeit online

(...)

Die Reformgegner hatten nicht viele gute Argumente. Nicht umsonst lernen Kinder in allen anderen europäischen Ländern mit Ausnahme Österreichs mindestens bis zur sechsten Klasse zusammen. Die These, Kinder lernten besser, wenn sie unter ihresgleichen seien, ist längst widerlegt. Man kann sogar Bundeskanzlerin werden, ohne in der vierten Klasse gesiebt zu werden. Das angeprangerte Umbauchaos: eine temporäre Erscheinung. Die Behauptung, das Gymnasium werde schleichend abgeschafft – Panikmache.

Doch Argumente brauchten die Initiatoren des Volksentscheids auch nicht. Sie zehrten stattdessen von der latenten Furcht vor lernschwachen, gewaltbereiten Kindern aus sozial schwachen Elternhäusern. Sie schürten die Angst, der Mittelschicht könne ein Refugium zivilisierter Erziehung verloren gehen. Das begann schon beim Duktus der Kampagne. "Wir wollen lernen" lautete der Schlachtruf der Reformgegner. Als wollten das andere Kinder nicht genauso.

Diese Angstmacherei hat wohl verfangen. Überraschend ist das nicht. Seit Jahren zeichnen Politik und Medien das Bild einer Unterschicht mit asozialen Ansichten und Verhaltensweisen, der nur durch Zwang und Bevormundung beizukommen ist. Die darüber Beheimateten verlieren an Selbstgewissheit: Der Jobverlust ist heute nicht mehr nur eine temporäre Unannehmlichkeit, sondern ein Weg zu Hartz IV. (weiterlesen...)

Artikel vor dem Volksentscheid (März / April / Mai / Juni / Juli 2010)

14.7.2010

Volksentscheid

"Wir brauchen sie alle"

 

taz

Betriebsräte großer Firmen werben für die Primarschule. Das jetzige Schulsystem bringe zu wenig gute Schüler hervor, darum seien Ausbildungsplätze schwer zu besetzen.

(...)

Sollte die Primarschule gestoppt werden, warnt Uwe Grund [Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)], "wird der Standort Hamburg geschwächt".

(weiterlesen...)

13.7.2010

Gastbeitrag von Rita Süssmuth

Mehr Integration wagen

 

Spiegel Online

Das deutsche Schulsystem kennt Gewinner und Verlierer, die Kluft wächst. Die Hamburger Schulreform mit gemeinsamem Lernen bis Klasse sechs weist einen Weg in die Zukunft, findet die CDU-Politikerin Rita Süssmuth - ein Plädoyer für weniger Ausgrenzung und mehr Chancen für alle. (weiterlesen...)

8.7.2010

SCHULSTREIT

Angst vor dem Sitzenbleiben

 

Rheinischer Merkur

(...) Alle Bürgerschaftsparteien stehen hinter der Primarschulreform von Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL). Die Politik weiß: Kommen die Gegner mit ihrem Volksentscheid durch, würde in den kommenden Jahren bildungspolitisch nicht mehr viel passieren. Keine Partei würde das heikle Thema anfassen wollen. (weiterlesen...)

3.7.2010

"Wir machen das jetzt so"

 

taz

NEUES LERNEN Es geht auch ohne Frontalunterricht: Eine Elterninitiative hält an Hamburger Schulen Workshops über neue Lernformen ab. Dort kann man im Detail erleben, wie die künftige Primarschule funktionieren soll.

(...)

"Wir haben unseren Workshop schon in Schulen abgehalten, wo ganze Lehrerkollegien danach sagten: ,Wir machen das jetzt so'." (weiterlesen...)

29.06.2010

Hamburger Schule – auch für NRW?

 

Der Westen.de

Die Hamburger stimmen demnächst über eine neue Schulstruktur ab. Die Grundschule könnte dann zur sechs Jahre dauernden Primarschule werden, an der auch Gymnasiallehrer unterrichten. Ein Vorbild für NRW? (weiterlesen...)

 

Auch NRW plant Reformen

Wenn Hamburg am 18. Juli in einem Volksentscheid über ­seine Schulreform abstimmt, dann ist das auch für Nordrhein-Westfalen von großem Interesse. Schließlich ist das Thema Schule eines der ­wichtigsten bei den Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Grünen.

Ähnlich wie in Hamburg schweben SPD und Grünen in NRW nach vier Jahren Grundschule zwei weitere gemeinsame ­Jahre aller Schüler in einer Gemeinschaftsschule vor. (weiterlesen...)

5.7.2010

50 Wissenschaftler und Therapeuten plädieren für die Schulreform

 

Hamburger Abendblatt

Rund 40 Erziehungsberater, Kinder- und Familientherapeuten haben sich in einem öffentlichen Appell vor dem Volksentscheid am 18. Juli für die Einführung der Primarschule ausgesprochen. Zu den Unterzeichnern zählt auch der bekannte Buchautor Jan Uwe Rogge ("Kinder brauchen Grenzen").

(...)

Auch zehn Professoren der Helmut-Schmidt-Universität sprechen sich in einer Stellungnahme für die Primarschule aus. "Die vielfältigen sozialen, kulturellen und ethnischen Unterschiede, auf die die Stadt zu Recht stolz ist, wirken sich für viele Kinder zum Nachteil durch eine frühe, zu frühe Selektion aus", schreiben die Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler. (weiterlesen...)

30.6.2010

Das Skandalon bleibt

 

taz

UNGEHALTENE REDE [von Jürgen Baumert] Der Lebenslauf in modernen Gesellschaften war noch nie so vorgestanzt wie heute. Schuld daran ist eine von Schule produzierte Ungerechtigkeit - die hierzulande besonders groß ist.

(...)

Ganz allgemein gesagt: Wir brauchen einen Unterricht, der Verständnis vermittelt, zu Deutsch: Guter Unterricht setzt darauf, dass Schüler selbst geistig tätig werden. Verstehen erreicht man mit keiner Stoffhuberei. Da haben wir leider noch großen Aufklärungsbedarf.(weiterlesen...)

24.6.2010

"Leistungsstarke leiden nicht"

 

taz

(...)

[Goetsch:] Baumert hat dann statistisch gleiche Schüler-Pärchen verglichen und herausgefunden, dass die leistungsstarken Schüler an den Grundschulen am Ende der sechsten Klasse genauso weit sind wie die Leistungsstarken am Gymnasium. In Mathematik waren sie sogar etwas besser. Man sieht, die Leistungsstarken leiden nicht.

(...)

[Goetsch:] Nehmen Sie Toronto in Kanada, eine große Einwanderungsstadt, die mit Hamburg vergleichbar ist. Dort wird langes gemeinsames Lernen mit moderner Pädagogik kombiniert - mit sehr guten Ergebnissen.

(...)

[Goetsch:] Als im Frühjahr die Universität Hamburg eine große Fachtagung zu diesem Thema organisierte, war es schwer, einen Wissenschaftler zu finden, der gegen das längere gemeinsame Lernen war.

 (weiterlesen...)

8.6.2010

Einzigartige Initiative: 100 000 Euro für die Bildung

 

Hamburger Abendblatt

(...) Wie wichtig das Thema Bildung ist, zeigen die Diskussionen um PISA-Ergebnisse oder der bevorstehende Volksentscheid über die Schulreform. Dabei gerät das, was Bildung trägt - die konkrete Arbeit an Schulen und Kindertagesstätten -, manchmal fast in den Hintergrund. Das soll sich ändern: Die Hamburger Sparkasse und das Abendblatt vergeben in diesem Jahr zum ersten Mal den Hamburger Bildungspreis. (weiterlesen...)

4.6.2010

Hamburg: Lebensqualität spitze, Bildung mangelhaft

 

Hamburger Abendblatt

(...) Schlusslicht ist Hamburg bei der Bildung: 2007 verließen 10,3 Prozent der Schüler die Schule ohne einen Abschluss. In Berlin waren es 9,7 Prozent, in Frankfurt 9,3. Hier liegt Stuttgart mit 6,5 Prozent auf dem ersten Platz, vor München mit 7,5 Prozent. (weiterlesen...)

9.6.2010

Deutschlands beste Schule

"Kinder können nicht im Gleichschritt lernen"

 

Spiegel online

Die Sophie-Scholl-Schule in Hindelang hat von Kanzlerin Merkel den Deutschen Schulpreis erhalten. Dort lernen rund 240 wechselnde Kinder - nur für ihre Zeit in einer Reha-Klinik. Im Interview erklärt Schulleiterin Angela Dombrowski, wie sie Schüler fordert, damit sie "einen Kopf größer nach Hause gehen". (weiterlesen...)

9.6.2010

Bildung à la Dänemark

Lerne lieber ungewöhnlich

 

Spiegel online

Nach dem Abi husch-husch an die Uni, dann ruckzuck in den Job? Das Wettrennen in Richtung Arbeitsmarkt muss nicht sein - junge Dänen machen vor, wie man sich klug die ganz große Pause gönnt. Das verblüffend einfache Credo ihrer Lebensschulen: Jetzt lernen wir mal für uns. Und niemanden sonst. (weiterlesen...)

9.6.2010

Diese Parteien und Verbände sind für die Schulreform

Mopo

Alle Briefwahlunterlagen sind verschickt, bis zum 18. Juli kann nun pro und kontra Schulreform abgestimmt werden. Das Ergebnis ist völlig offen. Und das, obwohl alle Parteien der Bürgerschaft und große Verbände für diese Reform kämpfen. (weiterlesen...)

 

Zusatz: Bei dieser Auszählung fehlt, dass auch die Partei NPD sich gegen die Schulreform ausspricht.

31.05.2010

Schulreform: Was ist dran an der Kritik?

In Sachen Schulreform hagelt es Kritik von allen Seiten. Die MOPO nimmt einige Argumente der Reform-Gegner unter die Lupe.

 

Mopo

[Tatsache ist:]

(...) Die PISA-Siegerländer trennen Schüler frühestens nach acht oder neun Jahren. (...)

Gerade für eine (Fach)- Elitenbildung ist eine Schulreform dringend nötig. Bisher werden viele Begabungen verschenkt. (...)

 Der Trend geht selbst in Deutschland Richtung längeres gemeinsames Lernen. (...)

Bei der PISA-Studie 2006 landeten die Hamburger Gymnasiasten bei der Lesekompetenz auf dem drittletzten Platz. Zudem gibt es gefährlich viele Risiko-Schüler. (...)

Eltern haben weiterhin die Freiheit, die weiterführende Schule für ihr Kind zu wählen. (...)

Alle Parteien der Bürgerschaft haben sich dem Schulkompromiss angeschlossen. Sie verständigten sich auf einen zehn Jahre dauernden Schulfrieden. (weiterlesen...)

25.05.2010

Senat konkretisiert Finanzierung der Schulreform

970 neue Lehrerinnen und Lehrer, kleinere Klassen und besserer Unterricht

 

Der Senat hat heute eine Mitteilung an die Bürgerschaft beschlossen, mit der die Finanzierung der Schulreform konkretisiert und für die Jahre 2010 bis 2016 dargestellt wird. „Andere reden von Kürzungen im Bildungsbereich, die Freie und Hansestadt Hamburg investiert massiv in ihre Schulen für bessere Chancen der jüngeren Generation. Mit 74 Millionen Euro im Jahr schaffen wir kleinere Klassen, zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer und sehr gute Rahmenbedingungen für längeres gemeinsames Lernen und besseren, individualisierten Unterricht. Wir wollen die beste Bildung für alle Hamburger Kinder möglich machen“, sagt Bildungssenatorin Christa Goetsch. (mehr)

21.05.2010

Behauptungen über "Heimlichkeiten" und "Gewissensprüfungen" bei der Besetzung von Schulleiterstellen sind falsch

Richtigstellung der Behörde für Schule und Berufsbildung

 

In einer heutigen Mail behauptet die Initiative gegen die Schulreform "Wir wollen lernen", die Behörde besetze "heimlich und unter Ausschluss der schulischen Gremien" die Schulleiterstellen für Primar- und Stadtteilschulen, nachdem angeblich eine "Gewissens- und Loyalitätsprüfung" durchgeführt worden sei. Außerdem würden die Namen geheim gehalten und die Schulleitungen über ihre berufliche Zukunft im Unklaren gelassen. Jede einzelne dieser Behauptungen ist falsch. (mehr)

Länger gemeinsam lernen: Kein Kind darf zurückbleiben - 19. Mai 2010

 

Rhein-Zeitung

Pädagogik-Tagungen in Thüringen und Hamburg, dazu 1000 Grundschulrektoren in NRW unterstrichen soeben erneut die alte Forderung von Erziehungswissenschaftlern: Lasst unsere Kinder über das vierte Schuljahr hinaus gemeinsam lernen! Doch Deutschland tut sich schwer damit – obwohl die Sortierung nach der Grundschule weltweit nur Kopfschütteln hervorruft. (weiterlesen...)

AUF EINEN BLICK

Soziale Herkunft entscheidet über Gymnasialbesuch

 

Akademikerkinder haben bundesweit eine fast dreimal so große Chance, von ihren Grundschullehrkräften eine Empfehlung für den Besuch des Gymnasiums zu bekommen, wie Kinder aus der Mittel- und Unter- schicht. Das gelte auch dann, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa), wenn sie über die gleiche Intelligenz und das gleiche Lesevermögen verfügen. Zu diesem Ergebnis kam eine Sonderauswertung der internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) durch den Schulforscher WilfriedBos von der TU Dortmund. Nach dpa-Angaben gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. So ist die Koppelung von sozialer Herkunft und Gymnasialchancen demnach im Saarland, in Sachsen, Hessen, Bayern und Sachsen-Anhalt besonders eng. Während bundesweit die Gymnasialchancen von Akademikerkindern 2,72 mal so groß sind wie die von Kindern aus der Mittel- und Unterschicht, erzielt das Saarland mit einer Quote von 4,52 im Ländervergleich den schlechtesten Wert, gefolgt von Sachsen (4,12), Hessen (3,84) und Bayern (3,30). Auch das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen schneidet mit 3,10 schlechter als der Bundesdurchschnitt ab. GEW-Schulexpertin Marianne Demmer sagte, die Daten belegten erneut den „Unsinn" einer Auslese von zehnjährigen Kindern auf unterschiedliche Schulformen. Die Grundschulleitungen aus allen Ländern sollten sich zusammentun, um sich dem massiven Auslesedruck zu widersetzen, forderte Demmer. In NRW haben bereits über 1000 Grundschulleitungen einen entsprechenden Appell unterschrieben (s. E &W4/2010).

 

Aus: Erziehung und Wissenschaft 5/2010

Der gerade Weg zur Bildung - 7. Mai 2010

 

Welt online

(...) Als sicher gilt indes, dass sich soziale Ungleichheit vor allem durch das oft über Generationen vererbte Entscheidungsverhalten der Eltern vererbt: Arbeiterfamilien sind bei anstehenden Bildungsinvestitionen risikoscheuer und haben selbst bei guten Schulleistungen ihrer Kinder geringere Erfolgserwartungen als Akademiker. Entgegen der weithin geteilten Meinung, es gebe einen schichtenübergreifenden Ansturm auf das Gymnasium, hat die Forschung gezeigt: In der Gruppe der sozial Schwachen unterschreiten immerhin 36,5 Prozent freiwillig die Gymnasialempfehlung. Der volkswirtschaftliche Schaden ungeborgener Talente in Zeiten demografischer Not muss wohl kaum noch erwähnt werden. (weiterlesen...)

Richtigstellung der Behörde für Schule und Berufsbildung vom 29. April 2010


Die Initiative "Wir wollen lernen" behauptet in einer heutigen Mail, die Schulbehörde weise Erstklässler ab, weil nicht genug Lehrkräfte zur Verfügung stünden. Das ist falsch.

 

Richtig ist, dass trotz aller Anstrengungen auch in diesem Jahr nicht alle Erstklässler an der Wunschschule ihrer Eltern angenommen werden konnten. Dieses Jahr konnte dieser Wunsch in 95 Prozent der Fälle oder für 12.168 Kinder erfüllt werden, in 5 Prozent der Fälle (633 Kinder) wurden die Kinder an einer anderen Schule des Anmeldeverbundes angenommen. Trotz der nochmals reduzierten Klassengrößen in der Primarschule und der sich daraus ergebenen organisatorischen Herausforderungen liegt die Quote der erfüllten Elternwünsche damit fast so hoch wie im vorherigen Schuljahr. Im Schuljahr 2009/2010 konnten von 12.450 Schülerinnen und Schülern 96,6 Prozent an der Wunschschule anfangen und 3,4 Prozent wurden an einer Nachbarschule im Anmeldeverbund angenommen. Die Werte der vorhergehenden Jahre liegen in der gleichen Größenordnung (96,5 Prozent erfüllte Erstwünsche im Schuljahr 2008/09; 97,2 Prozent im Schuljahr 2007/008; 96,9 Prozent im Schuljahr 2006/2007).

 

Die Schule Wesperloh ist im Schulentwicklungsplan mit 3 bis 4 Klassenzügen vorgesehen. Für die Einrichtung eines vierten Zuges lagen nicht genug Anmeldungen vor.

 

Das Verfahren zur Berücksichtigung der Elternwünsche findet jedes Jahr in der gleichen Weise statt. Alle Anmeldungen werden gesichtet und in Klassen der vorgeschrieben Klassengröße eingeteilt. Dabei ist seit diesem Jahr zu berücksichtigen, dass die Klassengröße im Schulgesetz auf 23 Kinder (in benachteiligten Gebieten auf 19 Kinder) festgelegt ist und nicht überschritten werden darf. Denn die kleinen Klassen sollen nicht nur auf dem Papier stehen. Gemeinsam mit den Schulen wird im Anschluss nach einer Verteilung der Klassen gesucht, mit der die meisten Wünsche innerhalb des Anmeldeverbundes erfüllt werden können - im Rahmen der örtlich gegebenen Verhältnisse.

Bildungsforscher sprechen sich für die Primarschule aus - 22. April 2010

Die WELT

Eine hochkarätige Tagung von Wissenschaftlern spricht sich deutlich für die Primarschule aus. Alle wissenschaftliche Daten sprächen für diese Reform. Gesichert ist demnach, dass Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler NICHT durch längeres gemeinsames Lernen gebremst werden.

 

"Professor Matthias von Saldern setzte sich mit den Argumenten der Primarschulgegner auseinander, die sich aus seiner Sicht "sehr leicht entkräften lassen". Zum einen griffen die Kritiker auf veraltete oder methodisch fehlerhafte Untersuchungen zurück, zum anderen würden aus Studien falsche Schlüsse gezogen oder unwillkommene Ergebnisse einfach ignoriert."(weiterlesen...)

Jungen sind die großen Verlierer des Schulsystems - 15. April 2010

Bildungsstudie: "Jungen sind die Verlierer. Zu frühe Trennung"


Die Hamburger Bildungsstudie "KESS 8" belegt eindrücklich, das und wie die Hamburger Schulen verbessert werden müssen, nämlich im Sinne der Schulreform.

 

Die Welt

Die Jungen drohen zu den Verlierern des Hamburger Bildungssystems zu werden. In vielen Fächern wie Deutsch und Englisch haben die Mädchen sie in ihren durchschnittlichen Leistungen längst abgehängt. Sogar in Mathe und Naturwissenschaften, in denen die Jungen traditionell stark sind, haben die Mädchen praktisch gleichgezogen.

(...)

Die Studie kommt zu weiteren brisanten Ergebnissen. So lässt sich wissenschaftlich für Hamburg belegen, dass die Grundschullehrer mit ihrer Empfehlung für eine weiterführende Schule oft danebenliegen.

(...)

"Die Lehrer irren sich selten bei den Leistungsstarken, aber bei Schülern mit uneinheitlichen Leistungen reicht die Grundlage nicht aus", so Vieluf. Dies spricht aus seiner Sicht dringend für das sechsjährige gemeinsame Lernen. (weiterlesen)

Überflieger mit Stipendium - Inzucht der Eliten - 12. April 2010

 

Der Spiegel

(...) Kaum ein Arbeiterkind fand damals den Weg an die Uni. Doch der Bedarf an Akademikern wuchs rasch. Sie alle aus der kleinen Bildungselite zu rekrutieren schien kaum möglich. Die moderne Industriegesellschaft konnte es sich nicht länger leisten, die Talente aus den unteren Schichten verkümmern zu lassen. (weiterlesen...)

Die Arroganz der Akademikereltern - 8. April 2010

 

Financial Times Deutschland

Mangelnde Ausbildungsreife - in regelmäßigen Abständen hören wir die Klagen aus der Wirtschaft. Schuld ist das Schulsystem. Dass es keine Abhilfe gibt, liegt aber nicht primär an den Politikern - sondern am Widerstand vieler Eltern. (weiterlesen)

Schulpolitik: Blankenese beinhart - 18. März 2010

 

FR-Online

Am heutigen Nachmittag wird Rechtsanwalt Walter Scheuerl ins Hamburger Rathaus gehen und dort ein Blatt Papier überreichen. Er wird dabei vergnügt zu Werke gehen, er wird lächeln, freundliche Worte finden und sich fotografieren lassen. Er wird, man darf es vermuten, den Augenblick genießen. (weiter)

Lehrer sind sauer auf Hamburger Bürgerinitiative - 5. März 2010

NDR Info gibt Lehrkräften ein Forum, die von WWL sinnentfremdend zitiert worden sind. (weiterlesen)

Pöbel-E-Mails an Budni-Chef - 4. März 2010

Die Mopo berichtet von Versuchen, Budni-Chef Cord Wöhlke einzuschüchtern:

"Rund 20 E-Mails in rabiatem Tonfall hatte "Budni" innerhalb dreier Tage erhalten. "So etwas haben wir noch nicht erlebt", sagt Chef Cord Wöhlke." (weiterlesen)

Die Primarschule, Klasse eins bis sechs, ist europäischer Standard - 4. März 2010

Ole von Beust gibt dem Deutschlandfunk ein ausführliches Interview zur Schulreform.

Das Interview zum lesen und hören.

"Hauptschüler haben keine Chance"

 

Interview mit Soziologin Heike Solga

(...)

SPIEGEL ONLINE: Viele Bildungspolitiker sehen das längere gemeinsame Lernen als bestes Rezept, schwache Schüler zu fördern. Kann eine Verlängerung der Grundschulzeit die Zahl der Risikoschüler senken?

Solga: Es ist ein guter Ansatz. In Berlin gibt es Hauptschulen, in denen seit Jahren kein Abgänger in eine Ausbildung gekommen ist. Dass das nicht motiviert, ist doch logisch. Es wäre für schwache Schüler wichtig, gute Schüler in der Klasse zu haben. Außerdem gäbe es pro Klasse weniger Problemschüler, um die sich Lehrer intensiver kümmern könnten.(weiterlesen...)

Parteien schließen Schulfrieden - 4, März 2010

 

(...) Wenn es im Sommer in Hamburg zu einer Volksabstimmung über die sechsjährige Primarschule kommt, stehen alle vier in der Hamburger Bürgerschaft vertreten Parteien auf Seite der Reform. Gestern vereinbarte SPD-Landeschef Olaf Scholz mit Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und Schulsenatorin Christa Goetsch (Grüne) einen Schulpakt. Auch mit der Linken hat sich Schwarz-Grün geeinigt. "Es kämpft jetzt der Rest der Welt gegen Walter Scheuerl", sagte deren Fraktionschefin Dora Heyenn in Anspielung auf den Sprecher der Anti-Reform-Initiative "Wir wollen lernen".(weiterlesen...)

Schulfrieden am grünen Tisch - 4, März 2010

 

Es war ein historischer Moment in der Hamburger Politik: Die Partei- und Fraktionschefs der Regierungsparteien CDU und GAL sowie der oppositionellen SPD unterzeichneten gestern im Rathaus den zehnjährigen Schulfrieden. Wenig später beschloss die Bürgerschaft einstimmig Änderungen am Gesetz zur Einführung der umstrittenen sechsjährigen Primarschule. Alle 113 Anwesenden der 121 Bürgerschaftsabgeordneten hoben dafür die Hand - auch die der Linkspartei. (weiterlesen...)

Bürgerschaft - Einstimmiges Votum pro Primarschule - 4, März 2010

 

(...) "Wir wollen mehr Chancengerechtigkeit und leistungsfähigere Schulen garantieren, niemand darf in unserer Gesellschaft zurückbleiben", sagte CDU-Fraktions- und Parteichef Frank Schira. "Der Schulfrieden ist ein wichtiges Signal in die Stadt hinein, als Zeichen der Verlässlichkeit für die Schüler, Lehrer und Eltern. Wir hoffen, dass nun breite gesellschaftliche Bündnisse für das gemeinsame Lernen entstehen", so GAL-Landeschefin Katharina Fegebank. "Jetzt ist die Schulreform so gut, dass man sie den Hamburgern empfehlen kann", sagte SPD-Parteichef Olaf Scholz. "Ein rechtlicher Anspruch auf kleinere Klassen sowie Chancen auf ein Abitur für alle, das ist für uns von ganz großer Bedeutung."(weiterlesen...)

Die Vereinbarung im Wortlaut - 4, März 2010

 

Sie verständigen sich darauf, dass die Schulstruktur der allgemeinen Schulen in Hamburg künftig aus den beiden weiterführenden Schulen Stadtteilschule und Gymnasium und aus einer sechsjährigen Primarschule besteht.

Die Parteien verpflichten sich, die Schulstruktur über einen Zeitraum von zehn Jahren zu garantieren - unabhängig davon, wer die Regierung stellt. (weiterlesen...)

Vereinbarung zur SCHULREFORM

CDU bekommt Hartz IV - 3, März 2010

 

(...) Damit es soweit gar nicht erst kommt, werden jetzt auch die Gewerkschaften mächtig für die Schulreform werben. Das will der Vorstand des Hamburger DGB am 18. März auf einer Sitzung beschließen. Die Chefs der Lehrergewerkschaft GEW, Klaus Bullan, und der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, Wolfgang Rose, wollen das Bündnis für die Primarschule anführen.(weiterlesen...)

Was Eltern wollen - 2, März 2010

Auf welche weiterführende Schule ein Kind geht, entscheidet nicht nur die Leistung. Studien bestätigen den Einfluss der Familie.

(...)

Als erstes Bundesland plant Hamburg solche Kompetenztests im Zuge der Einführung der sechsjährigen Grundschule. Neben Lernentwicklungsberichten (Zeugnissen), Lehrereinschätzungen und obligatorischen Elterngesprächen sollen sie über den Zugang zu Gymnasium oder neu gegründeter Stadtteilschule bestimmen. »Je mehr Datenquellen herangezogen werden, desto genauer der Befund«, lobt Ulrich Trautwein. Und noch einen Vorteil hätte der Weg der Hansestadt, so der Bildungsforscher: Ein Urteil nach sechs Jahren sei treffsicherer als eines nach vier Jahren.

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Der gestörte Schulfrieden - 2, März 2010

In Hamburg will Bürgermeister Ole von Beust das Schulsystem verändern. Was hält sein altes Gymnasium davon? Ein Besuch.(weiterlesen...)